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.:Rückkehr:.

Ich bin wieder da, in vielerlei Hinsicht. Erstens natürlich aus dem Urlaub am Meer, der traumhafter nicht hätte sein können. Nein, es war nicht so schön, wie ich es mir vorgestellt hatte - es war noch viel schöner. Als ob all die schwarzen Gedanken einfach hier geblieben wären. Noch nie zuvor habe ich mich binnen einer einzigen Woche so erholt. Und seit Ewigkeiten war ich nicht mehr so glücklich wie ich es jetzt bin. Ich habe übrigens nicht ein einziges Mal erbrochen im Urlaub [gut, dafür gestern, aber nur einmal und davor habe ich nicht gefressen] und konnte mehr oder weniger normal essen - und das, obwohl ich keine Waage hatte und mein Gewicht nicht kontrollieren konnte. Erstaunlich, sehr sogar. Zwar haben Mum und ich jeden Weg zu Fuss zurückgelegt und waren täglich etwa vier bis fünf Stunden unterwegs, aber dennoch hätte ich nicht gedacht, dass mir das Essen derart 'leicht' [für essgestörte Verhältnisse] fällt.
Gestern habe ich mich dann auf die Waage gestellt und mit Erstaunen festgestellt, dass ich etwas mehr als ein Kilogramm abgenommen habe in der Woche auf Rügen. Nun, ich kann nicht leugnen, dass ich mich freue. Aber das ist eine andere Geschichte.
Eine weitere Rückkehr: ich nehme in dieser Woche an einem Intensivtraining in meinem alten Reitstall teil. Heute war der erste Tag, und ich habe bereits etwa fünf Stunden auf dem Rücken meines Pferdes verbracht. Warum Rückkehr? Weil es der Stall ist, in dem ich das Reiten gelernt habe, weil es der Stall ist, in dem ich mein Pferd kennenlernte und in dem mein Pferd für diese Woche wohnt. Er fühlt sich noch genauso wohl wie damals. Und ich mich auch. Es ist, als würde ich irgendwie nach Hause kommen. Das Training war so sensationell, es hat sich angefühlt, als gäbe es nichts Leichteres auf dieser Welt als reiten. Traumhaft, einfach traumhaft. Ich bin glücklich, innerlich zufrieden wie seit langer Zeit nicht mehr. Genaugenommen kann ich mich gar nicht mehr daran erinnern, je so glücklich gewesen zu sein. Irgendwie scheint in meiner Welt mit jedem neuen Tag die Sonne etwas heller. Nun gut, eine [kleine?] Wolke ist da noch - das Thema Essen. Ich habe nämlich seit gestern nicht den geringsten Appetit, von Hunger will ich gar nicht reden. Das wäre nicht weiter tragisch, wenn ich nicht täglich mehrere Stunden Sport machen würde und die Energie dringend bräuchte. Aber ich kann nicht essen. Irgendwie bin ich blockiert, kriege kaum etwas runter. Einen Becher Magerjogurt zum Frühstück [ich hasse es, aber ich muss vor dem Reiten etwas essen, sonst geht es nicht], ein paar trockene Nudeln zum Mittagessen, zwei Scheiben Brot ohne Belag und etwas Obst abends. Das wars. Und ich musste mich schon dazu zwingen. Und ganz ehrlich, es macht mir Angst. Nicht, dass nicht jeder gesunde mal weniger Appetit hätte - aber wie gesagt, jeder gesunde Mensch, und ich bin nun mal nicht gesund, was die Sache irgendwie bedrohlich werden lässt. Schliesslich hat genau so vor eineinhalb Jahren alles angefangen mit der Anorexie. Plötzlich war die Bulimie im Hintergrund - kein Heisshunger mehr, keine Lust auf Nahrung, kein Hunger, nichts. Und dann war ich plötzlich so dünn, dass ich nicht mehr die Kraft hatte, mein Pferd zu reiten. Ich will es nicht wieder so weit kommen lassen, nie wieder. Doch warum fühlt es sich dann so verdammt gut an, nichts zu essen? Es sollte nicht so sein, ich will das nicht! Und so zwinge ich mich zum Essen, irgendwie, es muss doch gehen, es muss. Irrtum - es geht eben nicht. Angst - Angst vor einer Rückkehr in die lebensgefährliche Welt der Anorexie.

4.8.08 23:26


.:Zeitbedingtes Durcheinander:.

Warum, woher, wieso? Ich weiss es nicht - es sollte mir doch gut gehen. Tut es auch. Ja, wirklich, ich kann mich nicht beklagen, nicht behaupten, es gehe mir schlecht. Ich habe eine sehr schöne und lehrreiche Woche hinter mir. Das tägliche Training hat sowohl mir als auch meinem tollen kleinen Pferd sehr viel Spass gemacht. Ich habe jeden Tag etwa fünf Stunden im Sattel verbracht und war von morgens um acht bis abends um fünf mit meinen geliebten Pferden zusammen und natürlich auch mit Menschen [mit denen ich mich gut verstanden habe]. Und ich hatte das Gefühl, in unserem alten Stall irgendwie noch immer zu Hause zu sein - und das, obwohl wir schon seit drei Jahren von dort weg sind. Drei Jahre. Eine lange Zeit. Was ist doch alles geschehen in den letzten sechsunddreissig Monaten! Ich war noch nicht ganz achtzehn Jahre alt, als wir den Stall, in dem ich reiten lernte, verlassen haben. Und nun dauert es nicht mehr lange, bis ich einundzwanzig werde. Einundzwanzig. Ich sehe die Zahl vor mir und denke an Aufbruchstimmung. Seltsam ist das alles. Zeit - was ist schon Zeit? Ich weiss es nicht, weiss nur, dass sie mich in diesem Atemzug überfordert. Und ich verspüre das Bedürfnis, sie - entgegen jeglicher Vernunft - ihrem natürlichen Selbstzweck zu überlassen.

9.8.08 23:07


.:Zeitreisen:.

Es ist, als würde ich irgendwo im Nebel feststecken. Kein klarer Gedanke, der mich in irgendeine Richtung leitet, kein Licht, dem ich folgen kann, aber auch keine Dunkelheit, die mir Sicherheit gibt [weil das Dunkle so vertraut geworden ist in der Vergangenheit]. Ich schwirre so ziemlich haltlos durch meine Welten, von einer in die nächste zwar, aber ich sitze nicht am Steuer, habe nicht die Kontrolle darüber, wohin meine Gedanken mich bringen. Ständige Müdigkeit begleitet mich; ich könnte wohl den ganzen Tag über einfach nur schlafen, wären da nicht diese Satzfragmente in meinem Kopf und all die Fragen, die mich wach halten oder zumindest am Schlafen hindern. Nun, ich werde wohl doch versuchen, etwas konkreter zu werden.
Hauptsächlich dreht sich mein inneres Chaos um die Zukunft. In zwölf Tagen beginnt die Schule wieder, und ich freue mich darauf. Endlich komme ich wieder raus aus diesen vier Wänden, endlich sehe ich Menschen, die nichts von mir wissen, die mich neu und ohne Hintergedanken kennenlernen [was zugleich auch meine grösste Angst ist] - und endlich kann ich meinen Kopf wieder für etwas nutzen, was mich wirklich weiter bringt. Ja, ich habe auch Angst - Angst vor Überforderung, Angst zu versagen, Angst vor den Menschen und der Herausforderung, Angst davor, etwas erkläre zu müssen ['Was hast du denn bisher so gemacht?']. Aber ich bin so froh, nicht mehr ganz so viel Zeit zu Hause verbringen zu müssen, dass die Angst dagegen beinahe nichtig ist. Welch herrliche Überleitung zum nächsten Thema - mein Zuhause. Ich bin nämlich mittlerweile sicher, dass ich in diesen vier Wänden niemals auch nur annähernd gesund werden kann. Es geht nicht. So vieles ist hier passiert, und die Erinnerungen lassen den Boden hier derart instabil werden, dass ich mich darauf nicht mehr sicher bewegen kann. Im Urlaub ging es mir so gut wie schon ewig nicht mehr - ich war glücklich, ausgeglichen, entspannt, dachte viel seltener übers Essen nach. Und vor allem konnte ich gut schlafen. Ohne aufzuwachen, ohne dunkle Träume. Doch seit ich wieder zu Hause bin, dreht sich alles nur noch um meine Essstörung. Fast täglich habe ich diese verfluchten Essanfälle, stopfe mich voll und finde mich im Badezimmer wieder. Und egal wie oft ich mir danach schwöre, es nie wieder zu tun - ich verfalle immer wieder der Sucht. Immer stärker wird die Gewissheit, dass ich hier raus muss. Ich bin fast einundzwanzig Jahre alt, ich habe mein ganzes Leben mit all den dunklen Jahren hier drin verbracht, und ich habe meinen Vater hier sterben sehen [erst psychisch und dann auch physisch]. Von dieser unbeschreiblich angespannten, kalten Stimmung über all die Jahre hinweg mal ganz zu schweigen. Das alles ist so sehr an diese Wohung gebunden, dass ich es einfach nicht mehr ertragen kann. Oft wache ich nachts auf und habe das Gefühl, in diesem Zimmer zu ersticken. Es geht nicht mehr. Ich denke immer konkreter darüber nach, in eine Wohngemeinschaft zu ziehen. Stelle mir vor, mit anderen jungen Menschen zusammenzuwohnen, selbstständig zu sein, endlich erwachsen zu werden, ein neues Leben zu beginnen - eines, in dem die Essstörung einen viel kleineren Raum einnimmt [ganz verschwinden wird sie wohl nie, daran ändert sich auch ein Ortswechsel nichts]. Und dann falle ich auf den Boden der Tatsachen zurück; es geht nicht. Ernüchterung - wer soll ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft bezahlen? Ich bekomme zwar eine Waisenrente, doch die geht für mein Pferd und für die Schule drauf. Und arbeiten kann ich nicht, solange ich noch zur Schule gehe, weil ich die Zeit fürs Lernen und für mein Pferd brauche. Bliebe nur noch, irgendwelche staatlichen Hilfen zu bekommen [wobei ich keine Ahnung habe, ob es sowas überhaupt gibt und es möglich wäre in meinem Fall], denn meine Mum kann und soll nicht noch mehr für mich bezahlen. Ein Teufelskreis. Und dennoch denke ich immer weiter darüber nach. Das geht sogar so weit, dass ich im weltweiten Netzwerk nach günstigen Zimmern in Wohngemeinschaften suche, die auf Ende Jahr zu vermieten wären. Aber das sind Spinnereien, unrealistisch. Trotzdem nehme ich mir vor, am Freitag mit meiner Therapeutin darüber zu sprechen. Denn mit jedem Tag wird mir bewusster, dass ich es zu Hause nicht mehr aushalte. Es muss etwas geschehen, irgendetwas, nur so geht es nicht weiter. Und ich verfalle wieder meinen Zukunftsträumereien. Zeitreisen.

13.8.08 23:04


.:Abgestürzt:.

Viel mehr kann ich dazu nicht sagen. Fressanfälle - erbrechen - Abführmittel, mein Tagesablauf seit Sonntag. Ich weiss nicht mehr weiter. will doch kämpfen, stark sein, gewinnen. Aber jedes Mal, wenn ich mir vornehme, das, was ich eben gegessen habe, da zu lassen, wo es auch hingehört, legt sich in meinem Kopf irgendein Schalter um, und ich ertrage das Gefühl nicht mehr, etwas Nahrhaftes in mir zu haben. Und wenig später finde ich mich über dem Klo wieder. Und das jeden verdammten Tag. Ich kann nicht mehr, so geht es nicht weiter. Ja, ich weiss, dass ich etwas verändern muss, doch ich schaffe es nicht. Nicht hier. Das ist eine Tatsache, die mich je länger je mehr verfolgt. Ich will weg von hier, ausziehen, irgendwie verzweifelt eine Veränderung einleiten. Es geht so nicht weiter, und doch drehe ich mich im Kreis. Ich kann nicht mehr essen, ohne danach zu erbrechen, und sei es nur eine kleine Portion trockene Teigwaren. Es geht nicht. Ich zerstöre mich selbst damit, meine Speiseröhre, meine Organe, meine Zähne, meinen Körper und meine ganze Gesundheit. Und obwohl ich das alles weiss, schaffe ich es dennoch nicht, ohne diese verfluchte Essstörung auszukommen. Ich war schon ein ganzes Stück näher an der Gesundheit, doch nun stecke ich fast tiefer als vor der Klinik wieder drin in diesem Teufelskreis, der einem jedes Leben aus den Venen zieht. Wenn ich total erschöpft vom Erbrechen komme, fühle ich mich, als hätte ich meinem Körper die Kraft entzogen, das Blut durch die Adern zu transportieren. Total geschwächt und voller Selbsthass ['gieriges Schwein, schaffst es nicht einmal, deine verdammten Fressgelüste im Zaun zu halten!'], und obwohl ich schon vorher weiss, wie ich mich danach fühlen werde, tue ich es mir immer wieder an. Das ist kein Leben mehr. Ich will das alles nicht mehr, und doch kann ich nicht anders, als mich immer wieder der Sucht hinzugeben. Ich brauche Hilfe, das ist mir klar. Und ich muss hier raus - das ist mir mindestens genauso klar. Am Freitag habe ich den nächsten Termin bei meiner Therapeutin. Meine Mum wird dabei sein, damit wir gemeinsam besprechen können, wie es weitergehen soll. Bis dahin muss ich es aushalten, versuchen, für mich zu kämpfen, irgendwie eben. Es muss doch möglich sein - es muss, es muss. Das ist kein Leben. Ich bin erneut abgestürzt. Und ich falle weiter.

20.8.08 00:51


.:Ortswechsel:.

Erkenntnis des Tages: eine Veränderung muss her. Ich gehe kaputt, je länger je mehr. Dieses Haus, diese verfluchten vier Wände tun mir nicht gut. Und, obwohl es mir leid tut, sowas zu sagen, aber auch diese Familie tut mir nicht gut. Ich hatte keinen Streit mit meiner Mum, wir verstehen uns gut und haben ein ehrliches, offenes Verhältnis. Aber ihr Freund [den ich eigentlich auch sehr mag] treibt mich in den Wahnsinn. Ja, ich habe Verständnis dafür, dass es ihm nicht gut geht, klar. Dennoch könnte ich ihn so, wie er sich momentan verhält, an irgendeine Wand klatschen. Er zerstört sich selbst, nimmt keine Rücksicht auf sich, arbeitet zu viel und - das ist es, was mich wirklich zur Weissglut treibt - er isst nicht. Als ob das nicht reichen würde, erzählt er auch noch ganz stolz, er brauche nichts. Wenn man ihn dann fragt, was los sei, erhält man die aussagekräftige Antwort 'nichts'. Toll. Warum dann die Stimmung gefühlte hundert Grad unter den absoluten Nullpunkt sinkt, sobald er die Wohnung betritt, kann sich wohl niemand erklären. Kurz gesagt: ich ertrage ihn nicht mehr. Man könnte nun zu der Erkenntnis kommen, dass ich mich auch nicht viel anders verhalte, besonders was meinen Körper betrifft [Bulimie ist wohl eher noch schädlicher als blosses Hungern], doch der Unterschied liegt darin, dass ich kämpfen will, etwas verändern will. Ich möchte nicht mehr erbrechen, möchte wieder normal essen lernen. Ja, wirklich. Doch wenn ich zu Hause bin, bin ich meiner Sucht komplett ausgeliefert. Es ist, als wäre diese verdammte Essstörung an diese Wohnung gebunden, die ich inzwischen regelrecht hasse. Ein Zuhause ist das hier schon lange nicht mehr. Und damit wären wir beim eigentlichen Thema angelangt: das gestrige Therapiegespräch. Meine Mum war ja mit dabei, und ich bin wirklich froh darüber. Meine Psychiaterin hat zu Anfang erwähnt, sie habe das Gefühl, als müsse ich aus diesen vier Wänden einfach raus [sie sieht genauso wenig wie ich eine Chance, dass ich hier gesund werden könnte]. Meine Mum hat das alles super aufgenommen. Sie hat mir sogar angeboten, dass sie unsere Wohnung verkauft und wir stattdessen gemeinsam umziehen. Aber das will ich nicht. Schliesslich bin ich fast einundzwanzig Jahre alt, und irgendwann wird es einfach Zeit, selbstständig zu werden. Nun gut, ich habe dann angesprochen, dass ich lieber alleine ausziehen möchte. Wir haben dann gemeinsam mit meiner Therapeutin die Möglichkeiten durchgekaut und sind zu dem Schluss gekommen, dass wir uns ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft definitiv nicht leisten können. Das war mir schon klar, deswegen bin ich auch nicht enttäuscht [wenn es finanzierbar wäre, würde meine Mum mich allerdings sofort unterstützen]. Aber es entstand eine weitere Idee, die ich fast noch besser finde. Wir haben uns zu dritt überlegt, ob es möglich wäre, dass ich zu einer befreundeten Familie ziehen könnte. Diese Leute kennen mich schon seit meiner Geburt, und sowohl meine Mum als auch ich mögen sie sehr. Sie haben selbst zwei Kinder, die aber bereits erwachsen sind und nicht zu Hause wohnen. Platz wäre also genug da. Die zwei leben in der Stadt in einer grossen Wohnung. Ich hätte zwar einen etwas weiteren Weg zum Stall, dafür aber einen weitaus kürzeren bis zur Schule. Ausserdem, und das ist wohl das wichtigste überhaupt, handelt es sich um eine rundum gesunde Familie. Keine Scheidung, kein Todesfall, keine psychischen oder physischen Krankheiten [mal von der Demenzerkrankung der Grossmutter abgesehen, aber die lebt im Heim, das beträfe mich also nicht], und doch sind diese Leute alles andere als naiv oder gutgläubig. Sie propagieren nicht den immer wieder beliebten Heile-Welt-Gedanken, sondern sind sich durchaus darüber im Klaren, dass Menschen nicht immer nett und lieb sind und auch das Schicksal nicht jeden Tag Sonne mit sich bringt. Kurz: das perfekte Umfeld für jemanden, der psychisch krank ist und dringend Abstand braucht, einfach ein Stück Gesundheit und Normalität. Für jemanden wie mich also. Natürlich ist noch nichts beschlossen, die beiden wissen noch nichts von ihrem Glück, denn ich will erst mal eine Woche Schule abwarten - Schulstart und Umzug zugleich wäre etwas zu viel für mich. Aber die Idee hat sich in meinem Hirn festgefressen, und ich bin mir nach nur einer Nacht darüber schlafen ziemlich sicher, dass ich das will. Es wäre die ideale Lösung für mich, und am Wochenende könnte ich ja doch nach Hause kommen. Schliesslich möchte ich nach wie vor Zeit mit meiner Mum verbringen, aber diese vier Wände machen mich noch kränker, als ich es ohnehin schon bin [meine Essstörung nimmt erneut beängstigende Formen an]. Der Gedanken an einen Ortswechsel tut mehr als gut. Mal sehen, wie er sich verwirklichen lässt.

23.8.08 20:46





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