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.:Nach dem Ende immer weiter:.

Mitten in der Nacht, und meine Gedanken kreisen, kreisen um Worte und Tatsachen, die mich schockieren und aufrütteln sollten, es aber nicht tun. Ich war am Montag bei meiner Hausärztin. Kaliummangel. Blutdruck zweiundfünfzig zu sechsundachtzig und ein Ruhepuls, der nur zwei Drittel so hoch ist, wie er sein sollte [achtundvierzig]. Anämie. Zu wenig Leukocyten. Und Herzrythmusstörungen. Die Auswertung des Elektrokardiogramms sollte mich erschrecken. Sie tut es nicht. Es ist hauptsächlich mein Verstand, der mich dazu veranlasst hat, gemeinsam mit meiner Therapeutin einen Klinikplatz zu suchen. Es ist nicht dieselbe Klinik wie beim letzten Mal [nie wieder!]. Ich werde die Schule nicht abbrechen müssen, denn es handelt sich um eine Nachtklinik. Das heisst, dass mindestens fünfzig Prozent Beschäftigung [Arbeit, Ausbildung, Schule, Studium] vorausgesetzt werden und die Betreuung am Abend stattfindet. Ich werde mich auch nicht ständig mit irgendwelchen seltsamen Therapien herumschlagen müssen ['Stellen Sie sich vor, sie würden mit einem Ball spielen. Werfen Sie ihn durch den Raum, legen Sie ihre negativen Emotionen in die Bewegung...'] und sonst den ganzen Tag nichts tun. Und was mir sehr wichtig ist: ich werde nicht nur von Essgestörten umgeben sein, die jeden Bissen des Gegenübers kontrollieren; es ist eine gemischte Station, die eher den Charakter einer Wohngemeinschaft hat. Trotzdem ist immer jemand von der Pflege und ein Arzt da und es finden regelmässig Gruppen- und Arztgespräche statt. Aber die eigentliche Psychotherapie kann ich bei meiner jetztigen Psychiaterin fortsetzen, was mir sehr wichtig ist. Es wird so seltsam sein, wieder mit anderen Menschen zu tun zu haben [obwohl man dort in Einzelzimmern wohnt].
Das hört sich so an, als stünde es schon fest, dass ich in diese Klinik gehe. Dem ist nicht so. Morgen werde ich sie mir erstmal ansehen und ein Vorgespräch haben, ausserdem lerne ich dann auch die anderen Patienten kennen. Und dann? Dann muss ich eine Entscheidung treffen, die mir von der Situation und meiner Unfähigkeit, zu Hause etwas zu verändern, eigentlich schon abgenommen wird. Aber ich will ja auch etwas ändern, wirklich. So geht es nicht mehr weiter. Ich kann nicht mehr. Wirklich nicht. Und wenn ich so weitermache, brauche ich nach den Ferien gar nicht erst in der Schule zu erscheinen. Was bleibt mir also? Nicht viel. Eigentlich gar nichts. Ich bin am Ende, und es geht doch weiter.

12.2.09 02:55





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