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.:Gedankenende:.

Erschreckend, wenn man irgendwann mitten in der Nacht vor dem Bildschirm sitzt und plötzlich diese ruhige Gewissheit hat, dass es bald vorbei sein wird. Nicht, weil es mir körperlich so schlecht geht [ich weiss nicht, warum, aber meine Blutwerte sind relativ gut, trotz allem], sondern weil ich nicht mehr kann. Wirklich nicht. Ich spüre, dass sich nie etwas ändern wird, weil ich nicht die Kraft habe, etwas zu ändern. Ich werde immer fressen und kotzen, ich werde mich niemals mit einem normalen Gewicht akzeptieren können, ich werde niemals leben können. Denn die Essstörung wird immer in mir sein, Therapie hin oder her. Ich frage mich ohnehin, warum ich mir das noch antue. Klar, dieses Programm hat erst vor zwei Wochen angefangen, aber ich kann jetzt schon nicht mehr. Ständig reden, mir irgendwelchen Mist anhören müssen, denn ich entweder schon kenne oder von dem ich weiss, dass ich anders bin, dass meine Geschichte aus dem Rahmen fällt. Ich passe nicht, wie so oft. Die Therapeutin will um jeden Preis meiner Mutter die Schuld für meine Krankheit geben, spricht von 'ungesunden Familienstrukturen, matiereller Beziehung und Ablösungsproblemen'. Ja, natürlich ist oder war meine Familie ziemlich disfunktional, aber das heisst nicht, dass meine Mum die Schuld an meiner Essstörung trägt. Sie unterstützt mich, wo sie kann, sie versucht, mir zu helfen, aber es ist definitiv nicht der Fall, dass sie mich nicht selbstständig werden lassen will. Nur können wir es uns nicht leisten, dass ich von zu Hause ausziehe. Auch ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft kostet Geld. Aber das nur am Rande, denn eigentlich ist es mir gerade recht egal, was später sein wird, weil ich die Antwort schon kenne: nichts. Ich will nicht mehr. Neun Jahre habe ich verschwendet. Die Leute, die damals mit mir das Gymnasium besucht haben, sind längst mit der Schule fertig, studieren seit etwa drei Jahren [oder arbeiten, ich weiss es nicht] und leben vermutlich ein Leben, das man leben sollte, wenn man einundzwanzig ist. Und ich? Ich gehe noch zur Schule, habe noch zweieinhalb Jahre vor mir, quäle mich von Therapie zu Therapie und bin nun an dem Punkt, an dem ich einfach nicht mehr will. Es hat keinen Sinn mehr, noch weiter zu machen, wenn ich doch so oder so nicht in der Lage bin, etwas zu ändern. Das hört sich an, als würde ich es mir bequem machen, mich auf der Essstörung ausruhen und sie als Entschuldigung für alles sehen, was ich nicht schaffe. Falsch. Ich bin nur einfach so krank, dass ich da nicht mehr rauskomme. Es geht nicht, wirklich nicht. Vor ein paar Jahren habe ich ein Buch gelesen, in dem die Geschichte einer Essstörung beschrieben wird. Sehr schlimm - viele Therapien, viele Abstürze, beinahe Suizid. Und damals dachte ich noch, dass es bei mir nie so weit kommen wird. Irrtum, ich bin genauso krank wie sie. Nur, dass die Sache mit dem Suizid bei mir nicht mit 'beinahe' erledigt ist. Ich will nicht mehr so leben, und anders geht es nicht. Lieber gar nicht als so. Ja, ich bin ausgesprochen suizidal, und keiner weiss etwas davon. Und wenn schon. Wer sich wirklich umbringen will, kündigt es schliesslich vorher nicht an. Will ich das wirklich? Keine Ahnung, ich weiss nur, dass ich lieber sterbe als so weiterzumachen. Aber ändern kann ich es nicht. Das Leben ist wohl nicht für jeden Menschen geeignet. Ich habe es versucht - und bin gescheitert. Und nun habe ich keine Kraft mehr, um es noch ein weiteres mal zu versuchen. Alles ist sinnlos, alles ist leer. Ich will nicht mehr. In Gedanken ist das Ende nahe.

30.3.09 02:16
 


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