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.:Erinnerungen an früher:.

Ich weiss gar nicht mehr, wie oft ich heute gesagt habe, etwas nicht zu wissen. Glücklicherweise nicht in der Schule, sondern in der Therapie. Die Therapeutin wollte mit mir ein Genogramm erstellen, und bei jeder zweiten Frage musste ich passen. Woher soll ich denn wissen, wie sich der Vater meiner Mutter gefühlt hat, nachdem er im ersten Weltkrieg flüchten musste? Ich kannte ihn nicht, er starb ein paar Jahre vor meiner Geburt. Und wie soll ich beurteilen können, ob die Eltern meines Vaters glücklich miteinander waren, wenn sein Vater starb, als er selbst erst dreizehn war und seine Mutter, als ich sechs Jahre alt war? So ging das recht lange weiter. Ich glaube, ich denke, ich vermute... Irgendwann habe ich dann gefragt, warum das alles so wichtig sein soll. Da meinte die gute Psychologin, dass es mir vielleicht helfen würde, wenn ich wüsste und verstehen könnte, warum mein Vater derart depressiv war. Nein, das würde es nicht. Denn egal wie ich es drehen und wenden würde, egal welche trifftigen Gründe es auch geben mag - es ändert nichts an der Tatsache, dass ich neun Jahre lang Psychoterror erlebt habe. Und daran wird sich nichts ändern, niemals, ich werde noch nicht einmal etwas klären können, weil mein Vater nun mal tot ist. Warum also sollte es mir helfen, ihn zu verstehen? Ich werde ihn niemals verstehen können. Nicht, weil er an Depressionen erkrankte, sondern weil er sich, obwohl er einer Familie hatte, die ihn gebraucht hätte, nie hatte Hilfe suchen wollen. Aber das ist vorbei. Warum, warum sollte es mir also helfen, eventuelle Gründe zu erforschen [zumal ich noch nicht einmal wissen würde, ob es tatsächlich die Gründe sind, schliesslich kann er mir solche Fragen nicht mehr beantworten]?
Dennoch war das Gespräch ganz in Ordnung, teilweise sogar gut. Ich wirke sehr erwachsen, sehr reif, sehr überlegt und intelligent, sagte die Therapeutin. Ich höre es, registriere es und kann es nicht annehmen. Ich und intelligent? Ich und überlegt? Ich und erwachsen? Erstaunlich, wie anders mich andere Menschen sehen. Und ebenfalls erstaunlich, dass ich mich, was meinen Körper betrifft, dennoch genauso dünn sehe wie mein Umfeld. Ich habe keine Körperschemastörung, ich habe eine Charakterschemastörung [falls es das Wort noch nicht gab - jetzt existiert es]. Und nun folgt ein abruptes Ende - ich muss mich ausruhen [schlafen kann ich ohnehin nicht], da in ein paar Stunden [etwa acht] mein Wissen über die zwei Strahlensätze, den Kreis des Apollonius und lineare Gleichungssysteme gefragt ist. Matheprüfung.

16.4.09 02:14
 


bisher 5 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Jon (16.4.09 12:29)
Charakterschema existiert - demnach wären Störungen desselben üblich, nicht!
Ich meine, dass du "richtig" denkst: Du müsstest nicht Dad's und Mam's Leben "verstehen", sondern dein momentanes und zukünftiges. Klar, deine Geschichte, und damit auch jeder Psychoterror, hat dich geprägt - das tut jede Vergangenheit. Dein Charakterschema ist nun so, wie es ist, d.h. irgendwie "normal" halt, ausser wir gehen davon aus, dass wir "Normalen" alle irgendwie "gestört" sind; und damit umzugehen, weiter zu leben haben!
Es ist zwar zu bezweifeln, ob Strahlensätze dabei viel helfen, doch bedeutet dies sowieso nur ein "Bild" für den alltäglichen Unsinn in der ewigen Konstruktion von sowas Ähnlichem wie Sinn zwischen Himmel und Hölle.
Nimmt mich wunder, was deine Therapeutin sagt, wenn du ihr den Vorschlag machst, über deine Charakterschemastörung zu reden!
War ich zu unpersönlich und wenig einfühlsam? Mindestens habe ich wieder sehr viel durch dich gelernt!


nicki19 / Website (19.4.09 16:33)
Ich kann mir schon vorstellen dass es wichtig sein könnte zu wissen warum deine Eltern so waren wie sie waren. Auch wenn du es jetzt nicht mehr ändern kannst. Aber etwas zu verstehen hilft auch dabei mit etwas abzuschliessen, im guten wie im bösen. Das ist so ähnlich wie bei Trauer.
liebe grüsse


Blaze / Website (28.4.09 02:51)
Teil 1:
Hey meine süße Phina! <3

Endlich wieder melde ich mich bei dir! Oh welch ein Wunder! ^^°
Tut mir echt leid... *Hundeaugen mach* ^^

Danke erstmal für dein tolles Kompliment...Es ist immer schön zu hören, dass man anscheinend doch nicht ganz so schlimm aussieht, wie man denkt! ^^°

Was mein Verlangen angeht...spürst du selbst wirklich nie so eine Anziehung/ eine starke Sehnsucht nach nem anderen, nach einem Menschen, der dich in die Arme nimmt und du seine warme Haut spürst, sich geborgen fühlst und ein Feuer spürst, dass immer größer wird?
Ohje! Ich hoffe, dass sich das nicht zu blöd anhört! ^^°

Ich kann mir nur nicht vorstellen, wie es ist, ohne dieses Verlangen und vorallem warum du sowas nicht verspürst...

Ich hoffe, ich trette dir nicht zu nahe, wenn ich frage, warum das so bei dir ist?

Hm...
Das mit deinem Vater...klar ist es verständlich, wenn er so eine harte Zeit durchleben musste, dass er nicht gerade eine Frohnatur war...
Aber ich denke genauso wie du, dass man ihm DESWEGEN nicht diesen jahrelangen Psychoterror schön reden kann!!
Vorallem nicht die Tatsache, dass er keine Hilfe gehollt hat!


Blaze / Website (28.4.09 02:51)
Teil 2:
Ok, natürlich wäre es vielleicht besser für dein Befinden, wenn du mit ihm im Reinen wärst, dass du ihm quasi verzeihen könntest, damit auch du deinen Seelenfrieden mit diesem Teil deines Lebens finden könntest.
Ich denke, dass genau darauf auch deine Thera hinarbeiten wollte.
Aber die Tatsache, dass er nicht mehr da ist, ist da leider nicht hilfreich...
Hast schonmal daran gedacht zu ner so nem Menschen zu gehen, der mit Geistern sprechen kann? Ok, die Idee hört sich echt krass an, aber es wäre ne Möglichkeit doch noch mit deinem Vater über alles reden zu können, ob man an sowas glaubt oder nicht. Oder vielleicht schreibst einen Brief an ihm...
Aber vielleicht würdest du das auch garnicht wollen oder vielleicht braucht du da auch noch Zeit.
Nichts klappt eben einfach von heute auf morgen! Leider ist das meisten nicht so!
Aber lass dich nicht entmutigen!

Ich hoffe , dass es dir irgendwann doch besser gehen wird und du so stark sein kannst, solche Sache, wie mit deinem Vater, verarbeiten zu können!
Ich denke ganz fest an dich ja und fühl dich nie alleine ok! Ich und viele andere sind für dich da, wenn du uns brauchst okay!

P.s. Wie war deine Matheprüfung? ^^

*dichganzganzliebdrück + küssileinchen* <3


nicki19 / Website (30.4.09 01:12)
Huhu, wie gehts dir denn?

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